Am Samstag, den 04.11.2017 fand wieder die Karate-Kreismeisterschaft im BLSV-Bezirk mit knapp 70 Starts statt. Das bewährte Helferteam des SV Abenberg verwandelte vormittags die Abenberger Schulturnhalle mit zwei kompletten Karate-Wettkampfmatten, vielem weiteren Zubehör und dem entsprechenden Hallenschmuck in eine ansprechende Wettkampfhalle, in der sich die meist jungen Nachwuchskaratekas würdig messen konnten.
Um 13:30 Uhr begrüßte der Verantwortliche die in einer langen Reihe angetretenen Karatekas aus Abenberg, Hofstetten, Feuchtwangen, Fürth, Hersbruck, Lauf, Erlangen und Großgründlach sowie die zahlreich erschienenen Zuschauer.
Die Karateabteilung des TV Fürth 1860 entsandte insgesamt 8 Karatekas. Neben den bereits „alten“ Hasen wie Benni F., Vanessa S., Tom E., Emma F, Luca B. und Daniel H., wurden die Newcomer Lucia S. und Anni M. auf die Reise geschickt, um ihre ersten Wettkampferfahrungen zu sammeln.
Nach dem offiziellen Abgrüßen durch die Kampfrichter wurden beide Kampfflächen für die Disziplin „KATA“ (Scheinkampf) freigegeben. Hier startete in der Altersklasse U11 weiblich neben Anni noch Vanessa. Anni konnte ihre erste Begegnung klar mit 3:0 Kampfrichterflaggen für sich entscheiden. In der nächsten Runde verlor Anni gegen eine Starterin aus Hofstetten mit 1:2. Nachdem diese auch in der nächsten Runde gegen eine Starterin aus Hersbruck verlor, blieb Anni die Teilnahme an der Trostrunde leider verwehrt. Vanessa, die im anderen Pool zugelost wurde, zeigte, dass mit ihr im Finale zu rechnen ist: Nach Siegen über Kämpferinnen aus Hofstetten und zweimal Feuchtwangen stand Vanessa im Finale. Dieses konnte Vanessa gegen eine Kämpferin aus Hersbruck mit 3:0 für sich entscheiden und den ersten Goldpokal in Empfang nehmen.
Nach einer kurzen Pause und dem Umbau der Wettkampfmatten folgte die zweite Tagesdisziplin „KUMITE“ (Freikampf). Bei den Jungs U11 durfte Benni als Erster antreten und verlor seinen Auftaktkampf knapp mit 2:3 Punkten. Nachdem sein Gegner das Finale erreichte, konnte Benni in der Trostrunde noch auf Bronze hoffen. Hier musste er sich aber dem leicht erfahreneren Kämpfer aus Hersbruck beugen. Tom E. startete im anderen Pool und gewann seinen ersten Kampf an diesem Tag locker mit 5:0. Im anschließenden Finale bezwang er den Bezwinger von Benni mit 3:0 und auch Tom konnte sich über seinen Goldpokal freuen.
Bei den Mädels U11 startete neben Vanessa noch Lucia, für die es das erste Turnier im Wettkampfmodus überhaupt war. Dementsprechend nervös ging Lucia in ihre erste Begegnung und verlor diese mit 0:2. Nachdem ihre Kontrahentin bis ins Finale vorrückte, durfte Lucia nochmal in der Trostrunde antreten. Vanessa setzte sich im anderen Pool erwartungsgemäß im ersten Kampf mit 8:1 Punkten durch. Im zweiten Kampf musste Vanessa gegen ihre Landeskaderkollegin aus Hersbruck antreten. Nach einem offenen Schlagabtausch konnte Vanessa diese Begegnung mit 5:3 für sich entscheiden und zog ins Finale ein. Hier bezwang Vanessa ebenfalls eine Kämpferin aus Hersbruck mit 6:0 und durfte sich über ihr zweites Gold an diesem Tag freuen. In der Trostrunde durfte dann noch Lucia starten und auf Bronze hoffen. Die erste Trostrundenbegegnung gewann Lucia mit 3:0, hatte aber im Kampf um Platz 3 gegen die erfahrene Landeskaderathletin aus Hersbruck das Nachsehen und unterlag leider mit 2:4 Punkten.
Emma F. startete bei den Mädels U14. Ihre erste Begegnung gewann Emma noch mit 3:0 Punkten. Sichtlich noch mit einer alten Verletzung beschäftigt, verlor Emma das anschließende Halbfinale mit 0:1, konnte aber in der Trostrunde noch sämtliche Reserven mobilisieren und holte sich mit drei blitzsauberen Mawashis zum Kopf und 9:0 Punkten den Bronzepokal.
Luca B. startete zeitgleich auf der anderen Tatami bei den Jungs U14. Sichtlich noch etwas angefressen und mit Wut im Bauch über die verpasste Platzierung beim Kids-Cup, ließ Luca seine alte Stärke aufblitzen und gewann seinen ersten Kampf mit 2:0. Im Finale wartete dann ein Landeskaderkollege aus Hersbruck. Luca ließ sich hier nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und holte sich den Goldpokal mit 4:1 Punkten.
Als letzter Einzelstarter durfte noch Daniel H. bei den Herren Ü18 antreten. Im ersten Kampf überzeugte Daniel durch ein 5:1 und zog ins Halbfinale ein. Hier konnte Daniel durch pfeilschnelle Faust- und Fußtechniken den Kampf mit 5:0 für sich entscheiden. Im anschließenden Finale musste Daniel gegen einen altbekannten Landeskaderathleten aus Hersbruck ran. Der Kampf galt lange als ausgeglichen und beide Kämpfer versuchten, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Nach einer kleinen Unachtsamkeit des Hersbruckers nutzte Daniel seine Erfahrung aus, konnte kurz vor Schluss das 1:0 markieren und durfte seinen Goldpokal entgegennehmen.
Als Highlight des Tages wurde nach Besprechung mit den Betreuern aus Hersbruck ein Teamkampf vereinbart. Hier wurden jeweils 3 Kämpfer/-innen vom Kakenko Hersbruck und TV Fürth 1860 gegenübergestellt. Den ersten Kampf machte Tom. Tom knüpfte an den Erfolg in der Einzeldisziplin an, konnte die Begegnung mit 2:0 gegen den amtierenden Bayerischen Meister bei den Schülern B für sich entscheiden und somit den ersten Sieg für uns verbuchen. Im zweiten Kampf musste Vanessa antreten. Vanessa kämpfte konzentriert souverän und konnte auch diese Begegnung gegen ihre Landeskaderkollegin mit 2:0 gewinnen und somit den zweiten Sieg für uns entscheiden. Als dritte Kämpferin ging Lucia auf die Tatami. Sichtlich motiviert und von den Betreuern gut eingestellt, erkämpfte sich Lucia unter Anfeuerung aller Teammitglieder, Betreuer und Zuschauer ein 3:0. Das Team konnte somit auch diesen Kampf für sich verbuchen und den Mannschaftsgoldpokal in Empfang nehmen.

Aufgrund der meisten Goldmedaillen stand der TV Fürth 1860 als Gesamtsieger im Medaillenspiegel fest.
Herzlichen Glückwunsch an alle Kämpferinnen und Kämpfern für die hervorragenden Leistungen! Das Ergebnis wäre ohne eine fleißige Trainingsteilnahme und ein engagiertes Auftreten nicht möglich gewesen. Die Karateabteilung hat sich wieder einmal als geschlossenes Team präsentiert und jeder Einzelne wurde auf und neben der Tatami von jedem unterstützt.
Ein großer Dank gilt auch den Betreuern und Trainern, den mitgereisten Fans und Eltern, sowie dem SV Abenberg für eine hervorragende Ausrichtung.

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