Aufgrund der Jahreszeit war ursprünglich zu befürchten, dass die Fahrt zu den Bayerischen Meisterschaften ins Niederbayerische Hauzenberg zur Rutschpartie werden könnte. Da 2013/2014 der Winter jedoch „ausgefallen“ ist, konnte man es wagen, erst morgens am Wettkampftag aufzubrechen. So fanden sind die Fürther zu nachtschlafender Zeit um 5:45 Uhr am Dojo ein und starteten die zweieinhalb stündige Anfahrt Richtung Passau.

Zu den Bayerischen Meisterschaften hatten 95 Vereine 678 Teilnehmer gemeldet und wir waren hiervon ein Verein mit nur zwei Startern. Auf unserer Anmeldung standen neben Justus und Robin noch Alessandro, der krankheitsbedingt seine Teilnahme absagen musste und Selina, die ihr Kampfgewicht nicht hatte und daher nicht mitfuhr.
Der straffe Zeitplan der Veranstaltung schickte zuerst Robin im Pool B-2 bei den Kata Junioren auf Kampffläche sechs. Hier hatte er mit dem blauen Gürtel die zweite Begegnung zu absolvieren. Zuerst startete sein Gegner Egor vom TSV Schwabing, dann zeigte Robin eine saubere Bassai Dai, doch der Schwabinger siegte mit einer Wertung von 5:0 und war erstmal weiter. In der nächsten Begegnung startete der Straubinger gegen den Mömlinger Julian und verlor diese Begegnung. Somit war auch Robin der Weg in die Trostrunde verwehrt.

Auch Justus erging es nicht viel besser. Er musste in seiner ersten Runde gegen einen Poinger antreten. Justus zeigte eine gute Heian Yondan, doch auch er unterlag mit 5:0 und war somit auch aus dem Wettbewerb raus.
Die Veranstaltung war zwischenzeitlich 1 Stunde hinter dem Zeitplan, was bei dem Starterfeld eigentlich nicht verwundert. Bis zum Kumitestart wurden aber 40 Minuten eingeholt, so dass unsere beiden Jungs nahezu termingerecht in den Kämpfen starten konnten.

Diesmal war Justus bei den Jugendlichen -63 kg als Erster dran. Justus startete mit roter Kampfausrüstung gegen Sven vom TV Gefrees. Justus kämpfte sauber, konnte aber keine positive Wertungen anbringen, so dass der Gefreeser mit 3:0 gewann und sich weiter bis ins Poolfinale durchkämpfte. Dies eröffnete Justus die Chance der Trostrunde. Doch hier erhielt er 2 Strafen wegen Kontakt und verlor erneut mit 3:0, somit war auch der Wettbewerb gelaufen.
Nun wurde Robins Kumitepool (Junioren -55 kg) aufgerufen… und die Kämpfe nicht begonnen! Stattdessen wurden die Betreuer zur Wettkampfkommission gerufen. Wie sich herausstellte, war vom zweiten Pool nur ein Starter anwesend (dieser wäre dann gleich fürs Finale qualifiziert und kein Kämpfer für die Trostrunde da). Erfreulicherweise entschied die Wettkampfkommission daher, die Pools neu und somit gerecht auszulosen. Robin hatte hierbei jedoch das Pech, gleich gegen den Favoriten Anil vom Polizei SV Augsburg antreten zu müssen. Anil überrannte Robin sprichwörtlich, so dass der Kampf sehr deutlich mit 0:9 ausging, Robin jedoch nun mehr als wach war. Da sich Anil bis ins Finale durchkämpfte und erwartungsgemäß Bayerischer Meister wurde, hatte Robin die Chance sich durch die Trostrunde zu kämpfen. Hier hatte er nur noch den Kampf um Platz 3 abzuwickeln. Wachgerüttelt und kampfbereit startete Robin diese Begegnung, nahm das Heft in die Hand und konnte mit drei „überlaufenen“ Fauststößen zum Kopf seine Wertungen holen. Einige Angriffe waren aus Sicht der Kampfrichter zu hart, so dass er neben den positiven Wertungen hierfür auch zwei Strafen bekam. Die Begegnung ging 3:0 für Robin aus und somit sicherte er sich neben der Bronzemedaille auch einen Start bei den Deutschen Meisterschaften demnächst in Erfurt.

Herzlichen Glückwunsch an unsere beiden Teilnehmer!

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