Am 16.11.2002 fanden in Sangerhausen die deutschen Meisterschaften der
Junioren statt. Da Sonja nächstes Jahr nicht mehr in der Altersklasse
der Junioren starten darf, war dies die letzte Chance, sich hier einen
nationalen Titel zu erkämpfen.

In der Gewichtsklasse -60kg traf sie in der ersten Runde auf die
Erfurterin Nicole Treuse. Diese war zwar einen Kopf kleiner wie Sonja,
zeigte sich aber sehr verbissen und gab keinen Punkt auf. Sonja dagegen
war zu locker und setzte nie entschieden genug nach. Der Kampf endete
daher doch recht deutlich für die Thüringerin, diese verlor jedoch
ihren nächsten Kampf und somit versperrte sich für Sonja auch der Weg
in die Trostrunde.

In der Allkat waren in Sonjas Pool fünfzehn Platzierte der
Landesmeisterschaften vertreten. In der ersten Runde stand Sonja die
Berlinerin Jenna Kersten gegenüber. Die Berlinerin kämpfte recht steif
und defensiv. Sonja ging in diesen Kampf von Anfang an viel
entschlossener hinein und übte massiven Druck auf Kersten aus. Sonja
konnte den Kampf mit 5:0 gewinnen. In der zweiten Runde musste sie
gegen Kerstin Pönisch antreten. Die Stollbergerin ist für die demnächst
stattfindende WM der Junioren gesetzt und befindet sich daher einem
äußerst guten Trainingsstand. Sonja kämpfte dennoch offensiv und
erarbeitete sich Chancen. Kerstin konterte Sonja jedoch aus und ging so
mit 1:0 in Führung. Sonja versuchte den Rückstand aufzuholen und setze
auch einen Jodantreffer. Dieser wurde jedoch mit Kontakt geahndet, der
Kampf ging also mit 2:0 nach Sachsen. Da sich Pönisch jedoch fürs
Finale qualifizierte und letztlich auch deutsche Meisterin wurde, kam
Sonja in die Trostrunde. Gegen die Schifferstädterin Isabelle Merk
setzte Sonja einen Zuki und zwei Mawashi-Chudan Treffer. Mit 5:0 konnte
sie sich somit in die nächste Runde kämpfen. Im Kampf um Platz 3 stand
ihr dann die Gegnerin aus der Gewichtsklasse, Nicole Treuse, gegenüber.
Sonja ging in diesen Kampf entschlossen hinein und punktete frühzeitig
mit Mawashi-Chudan. In der Folgezeit übte sie starken Druck auf die
Thüringerin aus, welche nicht mehr genug dagegen zu setzen hatte. Die
Erfurterin konnte keinen Treffer mehr anbringen. Somit stand Sonja als
Drittplatzierte der Allkategorie fest.

Am späten Nachmittag standen noch die Mannschaftsbegegnungen auf dem
Programm. Sonja trat mit Ramona Maempel und Lemya Soltani für den
Bayerischen Meister Untermerzbach an. Die erste Runde wurde mittels
Freilos überstanden. In der zweiten Runde trafen sie auf den erwartet
schweren Gegner Chikara Erfurt. Bereits die ersten beiden Kämpfe wurden
von Lemya und Sonja verloren. Der dritte Kampf musste folglich nicht
mehr ausgetragen werden. In der Trostrunde kämpften sich die
Untermerzbacher durch einen Sieg gegen den sächsischen BC Strassfurt
bis ins kleine Finale vor. Dort trafen sie auf Banzai Berlin. Die
Berliner konnten ersatzgeschwächt nur noch mit zwei Kämpferinnen
antreten. Da Lemya jedoch gleich den ersten Kampf für sich gewinnen
konnte, war der Ausgang der zweiten Begegnung nicht mehr entscheidend.
Der dritte Platz ging also auch hier an die Bayern und Sonja konnte die
zweite Medaille an diesem Tag verbuchen.

Sonja hatte also die letzte Chance bei den Junioren abzuräumen aureichend genutzt.

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