Wie kann man Karate-Techniken wirkungsvoll zur Selbstverteidigung einsetzen?

Welche Bedeutungen haben die Technikkombinationen in den Kata? Kann
sich ein Kleiner gegen einen Großen wehren? Wie kann ich hinfallen,
ohne mich zu verletzen?

Alle diese Fragen wurden im ersten Dojo-Lehrgang für Kinder und Jugendliche am 28.12.2003 in der Karate-Abteilung beantwortet.

12 Kinder (die Teilnehmerzahl war begrenzt) kamen an diesem Sonntag und
trainierten insgesamt drei Stunden konzentriert und eifrig. Kinder- und Jugendtrainer Joachim Merkl zeigte zusammen mit seiner Tochter Sabrina
alle Möglichkeiten sich aus Umklammerungen, einem Schwitzkasten und aus
allen möglichen Festhaltegriffen zu befreien. Sabrina, die auch eine
Jujutsu-Ausbildung absolviert, übte mit den jungen Karateka das
Hinfallen in einer halbstündigen Fallschule.

Die Kata Taikyoku shodan, Heian shodan und Heian nidan wurden in ihre
Einzeltechniken zerlegt und die sinnvolle Anwendung ausgiebig studiert.
Alleine für die Abwehrbewegung Gedan Barai wurden 12
Anwendungsbeispiele bedrachtet.

Viele waren überrascht, weil sie zwar diese Kata seit langer Zeit üben,
sich aber über die versteckten und lange Zeit geheim gehaltenen
Anwendungsmöglichkeiten keine Gedanken gemacht hatten. Plötzlich
machten viele Abwehrbewegungen, Griffe, Wendungen und Gegenangriffe
Sinn und es wurde klar, warum die Trainer auf die korrekte Ausführung
jeder einzelnen Bewegung so großen Wert legen.

Zwischendrin gab’s eine Pause mit Brotzeit, so daß jeder mit Wissen vollgepackt aber nicht erschöpft nach Hause gehen konnte.

In den kommenden Osterferien ist wieder ein Dojo-Lehrgang geplant. Auch
dann wird es wieder um anwendbares Karate gehen. Bis dahin versuchen
wir noch, unseren Judoka Shodan aus der K30-Gruppe als ‘Gastdozenten’
zu überreden und zeigen die in den Kata überlieferten Würfe und
Würgegriffe.

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