Wie im letzten Jahr, so machten sich auch dieses Jahr wieder Wagemutige
aus der K30-Gruppe (‚Karate ab 30’-Gruppe) auf den Weg Richtung Passau.
Im Dreiländereck hat Karate-Pionier Werner Beck ein kleines Dojo mit
Pension. Und genau dahin zog es 13 Karateka aus unserer Abteilung.
Leider fehlten Michaela Woller-Lang, Susanne Heidl und Markus Lahde.
Die drei konnten dieses Mal nicht, was wir sehr bedauerten!

Am Freitag, dem 28.11.2003, starteten wir in Fürth und kamen ca. 3 1/2
Stunden später in Neureichenau an. Das Wetter und die vielen LKW ließen
ein zügiges Fahren nicht zu. Gleich nach dem Auspacken wurde trainiert,
denn 11 Leute wollten am Samstag zum nächsten Gürtel geprüft werden und
da galt es, nochmal alles ordentlich einstudieren. Anschließend, wie
gewohnt, saßen wir wieder alle gemütlich in der Bauernstube zusammen.
Obwohl es bei einigen doch ziemlich spät – eigentlich früh – wurde,
hielt Trainer Joachim am Samstagmorgen gleich ab 9.30 Uhr das Training.
Zur optimalen Trainingsgestaltung waren wir in zwei Gruppen aufgeteilt.
Da jede Prüfung in drei Teile (Kihon, Kata und Kumite) gegliedert ist,
folgte gleich nach dem Mittagessen die nächste und vor der Prüfung
letzte Trainingseinheit. Dann saßen alle Techniken für die Prüfung.

Um 17.00 Uhr dann die Stunde der Wahrheit. Elisabeth Held und Thomas
Klemenz waren als erste zum gelben Gürtel dran. Für die beiden war es
die zweite Prüfung. Sie zeigten eine tadellose Leistung.

Johann Götz, Peter Drescher, Michael Kaiser, Charly Pfarr, Lutz Lang
und Ulrich Schöpf wollten den ersten blauen Gürtel erreichen und legten
sich entsprechend ins Zeug. Auch sie schafften den nächsten Kyu mit
bester Leistung.

Nichts aber rein garnichts wurde Stefan Speidel, Norbert Held und
Joachim Merkl vom Prüfer Werner Beck geschenkt. Stefan wollte vom
zweiten blauen Gürtel zum Braungurt die Farbe wechseln, Norbert stellte
sich zum zweiten braunen Gürtel und Joachim wollte den letzten braunen
Gürtel vor dem Schwarzgurt haben. Das Kihon (Grundschule der Techniken)
wurde fehlerfrei gezeigt. Stefan mußte als Prüfungs-Kata die Tekki
Shodan und Norbert die Bassai Dai vortragen. Joachim hatte sich die
Kanku Dai, die längste Shotokan-Kata, ausgesucht. Auch hier wieder
einwandfreie Leistungen ohne Kritik. Im Kumite, dem gestellten und
freien Kampf, kannten die drei gegenseitig keine Gnade. Die Blöcke,
Würfe, Griffe und Konter sahen absolut echt aus und Werner Beck war
sehr zufrieden.

Ulrich Riedl und Vitaly Lautermilch bekamen als Zuschauer schon einen Vorgeschmack auf ihre kommenden Prüfungen.

Am Samstagabend dann wieder ein gemütliches Beisammensein, dieses Mal
aber ohne Zurückhaltung wegen einer Prüfung. Nähere Einzelheiten
bleiben geheim!

Am Sonntag war dann der Prüfungsdruck vorbei und das Abschlußtraining
um 10 Uhr konnte locker angegangen werden. Joachim zeigte allen die
Kata Wankan, die kürzeste Kata mit 12 Techniken. Nach einer Stunde
Training mit den neuen Gürteln hielt Joachim noch einen Vortrag über
das Enträtseln der überlieferten Selbstverteidigungstechniken in den
Kata mit vielen Demonstrationen. Für alle waren neue Erkenntnisse
dabei, was das erstaunte Schweigen deutlich zum Ausdruck brachte.

Um 14 Uhr traten wir dann, teilweise mit neuem Gürtel und den Gedanken an den nächsten Karate-Urlaub, die Rückreise an.

Wir gratulieren allen Prüflingen zur bestandenen Prüfung!

css.php