Der diesjährige KOI-Cup (Kobe-Osaka International) fand erneut in
Deutschland statt. Der vom Weltkampfrichterreferenten Morris (GB) ins
Leben gerufene Wettkampf für alle Altersklassen fand bereits vor 2
Jahren im bayerischen Erding statt. Im vergangenen Jahr reisten unsere
beiden Landeskadermitglieder Sonja Liebscher und Tanja Stöhr nach
Kotakinabalu, Malaysia und nahmen an der international stark besuchten
Veranstaltung teil. Damals waren 800 Teilnehmer am Start.

Der KOI World Cup 2002 am 20.-21. Juli 2002 sprengte mit über 1.200
Startern aus 41 Ländern und über 2.000 Starts alle bisher dagewesenen
Teilnehmerrekorde einer Karateveranstaltung in Deutschland! Teilnehmer
aus Neuseeland,Australien, Taiwan, Philipinen, Indien, Iran, Ägypten
und Venezuela sorgten sowohl für exotische wie auch technisch
hochwertige Highlights.

Neben vielen nationalen Meistern waren auch mehrere amtierende Welt-
und Europameister am Start; darunter auch einer der derzeit besten
Karatetechniker, Junior Levefre aus Belgien. Samstags fanden die
Einzel-, Sonntags die Mannschaftswettbewerbe statt.

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Olympiabewerbung Sachsens
für die Spiele 2012. Mit dieser internationalen Großveranstaltung
sollte die Gastfreundschaft und die Fähigkeit Sachsens große Events
auszurichten eindrucksvoll unterstrichen werden. Organisatorisch hörte
man leider nicht viel Lob. So wurde z.B. die Siegerehrung Kinder für
13:00 Uhr angesetzt und fand erst um 18:30 Uhr statt. Ähnlich stand es
um die geplanten und tatsächlichen Startzeiten, was nicht gerade dem
Nervenkostüm der Sportler förderlich war.

Sascha Huber vom TV Fürth 1860 unterlag in der ersten Runde gegen ein
Mitglied der Malyischen Nationalmannschaft mit 2:0 Andreas De Sario
scheiterte in der zweiten Runde in der Verlängerung gegen einen Iren.
Erst wollte der Kampfrichter Andis Mawashi werten, entschied sich aber
dann doch für eine Wertung der Irischen Kontertechnik. Tanja war als
Betreuer für den BKB am Sonntag dabei.Sonja ging für den BKB an den
Start. Im Einzel schied sie in der ersten Runde aus. Mit der Mannschaft
errangen sie den 5. Platz. Sie verloren gegen Malysia (den späteren
Titelverteidiger) in der ersten Runde, wobei der Kampf mit Sonja
Liebscher aus dem Fürther Dojo und der Malayin mit 5:6 für die Malayin
denkbar knapp ausging. Sie kamen dann in die Trostrunde gegen
Sachsen-Anhalt. Sonja mußte den entscheidenden dritten Kampf
bestreiten. Obwohl sie den Kampf dominierte, traf sie jedoch die
Gegnerin zweimal härter, als es den Kampfrichtern gefiel und lag
deshalb auch gleich 1:0 hinten. Dann paßte sie ihre Taktik der
schwachen Gegnerin an und konnte somit den Kampf vorzeitig mit einem
glänzenden 10:2 für Bayern entscheiden. Daraufhin durften sie dann im
kleinen Finale des Pools um Platz 3 gegen Russland kämpfen. Bei dieser
Begegnung stand es nach 2 Kämpfen 2:0 für Rußland und Sonja mußte den
dritten Kampf der Mannschaftsbegegnung nicht mehr bestreiten. Es blieb
somit der 5. Platz.

Warum der Kampfrichter zwei saubere Techniken mit 4 Punkten Wertung
nicht gegeben hat, blieb uns ein Rätsel, aber trotzdem ein schöner
Erfolg!

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